Unerwartet gut lief die musikalische Sommernacht des Heimatvereins im Taubnschusterhof nach dem Dauerregen tagsüber. Die Songs der Rolling Stones, Berliner Currywurst und Blutwurz on the rocks ergaben eine explosive Mischung, die so manchem Festbesucher trotz frühherbstlicher Temperaturen das Herz erwärmte.

Schade dass sich viele Stammkunden des Heimatvereins von den Wetteraussichten abschrecken ließen und lieber in der warmen Wohnung blieben. Aber die gekommen waren brauchten es nicht zu bereuen. Tolle Musik der Weidner Band Jara Milo und die unvergleichliche Taubnschusteratmosphäre machte einfach gute Stimmung und im überdachten und beheizten Hof war es am Ende gar nicht kalt.

Eine gute Grundlage lieferten die Aktiven des Heimatvereins aus Küche und Keller mit Spezialitäten vom Rost, Fassbier und gepflegten  Weinen.

Nach  verhaltenem Beginn zum Abendessen mit einigen bekannten Balladen der Popgeschichte - genial das "Light my fire" der Doors, von Jara Milo mit einem jazzigen Groove vorgetragen oder Otis Reddings "Dock of the bay"- steigerte sich die Gruppe spätestens mit einem Block alter Stones-Hits, der Begeisterungsstürme hervorrief. Das 50-jährige Bandjubiläum der "rollenden Steine", war Anlass genug auf die Altmeister um die 70 anzustoßen. Mitklatschen und mitsingen war angesagt bei "Honky tonk women", "Paint it black" und "Sympathy for the devil". Erstaunlich wie Günter Hagn und Stefan Sommer "nur" mit ihren gelinde verstärkten akustischen Gitarren und ihrem tollen Gesang den vollen Sound herstellten. Besonders deutlich wurde das bei AC/DC`s "Highway to hell", dass man sich üblicherweise nur in Höllenlautstärke vorstellen kann. Hagn/Sommer machten daraus einen durchaus mit drive vorgetragenen Blues in Zimmerlautstärke. Ein Besucher meinte: "Klasse, endlich kann man sich bei einem Rockabend auch mal unterhalten!"

Stimmungsfördernd war ohne Zweifel auch die neue "Saustallbar": Cocktails inmitten landwirtschaftlicher Antiquitäten von rot-blauem Neon beleuchtet. Ein neues Taubnschusterfeeling, das beim Publikum aber sehr gut ankam.

Als um Mitternacht nach einem trockenen Abend wieder Regen einsetzte, war das keineswegs das Ende der Veranstaltung. Viele Festbesucher äußerten den Wunsch  nach weiteren Rock-Blues-Jazz Abenden, wenn möglich bei besserem Wetter.